"Wenn Tischtennis einfach wäre,

würde es Fussball heissen!"

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Saisonrückblick 2. Mannschaft 2014/15

Die Griechen der dritten Liga

Bankrotterklärung an den Tischtennissport, ein Sparpaket der Leistungsfähigkeit und der Sturz aus dem Drittliga-Olymp – so lautet das diesjährige Resümee von Royal 2.

Jeder durfte, keiner konnte. Mit acht Helden ging man in der letzten Saison an die Verhandlungstische, aber Pleite um Pleite verspielte man am Ende auch noch den allerletzten seiner Kredite. Die royale Krone war zu diesem Zeitpunkt schon längst verkauft, die Krise schon lange in jedem Knochen spürbar. Doch wie konnte es so weit kommen? Hätten ein paar Risikoaufschläge die Rettung bringen können? Oder hätte es mehr Gläubiger innerhalb der Mannschaft gebraucht?


Die Anlagen wären ja vorhanden gewesen, aber es wurde einfach zu verschwenderisch damit umgegangen. Mit Talent, taktischer Raffinesse und vor allem mit Satz- und Matchbällen. Man haderte so lange, bis man Hades, der Gott der Niederlange bzw. Todes, am Ende persönlich die Hand geben konnte. Die Folge: Der Austritt aus der Drittliga und zahlreiche Herabstufungen der Spieler. Doch wer trägt nun die Verantwortung für die grosse Schuldenlast?


Beim Finanzminister Achim stimmten einfach hinten und vorne die Zahlen nicht, was die Bilanz von 7:29 beweist. Unser optischer Vollblutgrieche Anand war zumindest beim Einspielen immer flüssig, sass aber am Ende mit einer Siegerquote von nur 27 % öfters auf dem Trockenen. Thorsten, der mit 17 Spielen den Marathonanteil aller Spiele absolvierte, kam nach anfänglichem Hosenschiss zwar noch auf positiven Währungskurs und klopfte an die Tür zu C7, die ihm aber verwehrt bliebt, als ihm ein Materialspieler öffnete. Philipp machte zwar die beste aller Figuren, konnte aber die Bilanz mit einem Sieg auf vier Spielen nicht gross aufbessern. Auch Thomas drehte in der Rückrunde den Souvlaki-Spiess nicht mehr um, schmiss dabei aber zumindest kein Handtuch sondern viel lieber seinen Schläger, was die EU (engstirnige Hausherren) oftmals spaltete. Öfters fand sich auch der Junggrieche Flavios Dal Dinopolus in der Schlacht wieder, der bis zum letzten Schicksalsschlag kämpfte und in jedem fünften Spiel siegreich war.


Trotzdem: Eine Saison, die schmeckt, wie der letzte Rest griechischer Wein am katerreichen Morgen. Aber beileibe kein Grund sich nicht gerade jetzt eine kalte Flasche Mythos zu öffnen, um gleich wieder anzustossen – natürlich auf die glorreich antike Vergangenheit dieses so stolzen Vereins. Und der noch so viel Geld hat, dass er sich für die neue Saison sogar neue Trikots leisten kann. Und wenn man vom Bier noch kurz in die Ferne schweift, sieht man sie ganz deutlich: Metis, die Göttin der Weisheit und des Zaubers. Denn auf diese Dame werden wir uns in der nächsten Saison in der 4. Liga verlassen. Jamas!


Thorsten


Kommentare: 1 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    thomasdo (Sonntag, 30 August 2015 23:40)

    Danke Thorsten für diesen fantasievollen Bericht...
    Grüsse vom Olymp
    Zeus