"Wenn Tischtennis einfach wäre,

würde es Fussball heissen!"

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Saisonrückblick 1. Mannschaft 2014/15

Wider dem Zeitgeist – wieder in die 3. Liga

Die Saison war geprägt vom erfolgreichen Kampf von Royal 1 gegen den zunehmenden Zwang zur Selbstoptimierung.

Gut reicht nicht. Wir müssen besser werden, 150 Prozent geben. Wir müssen Familie, Karriere und Freizeit unter einen Hut bringen, dabei gut aussehen und nicht gestresst wirken (auf keinen Fall gestresst wirken). Wir müssen Optimierungspotenzial bezüglich unserer Selbstverwirklichung orten. Und wir müssen effizienter entspannen. Unseren Kindern schulden wir bedingungslose, unseren Partnern hemmungslose und unseren Eltern selbstlose Liebe. Schon lange wollen wir mit dem Rauchen aufhören, weniger Alkohol trinken und gesünder essen. Wir sollten lächeln, immer lächeln.

 

Die grenzenlose Selbstoptimierung ist der Imperativ der Postmoderne. Besser werden in Beruf, Familie und Freizeit. Doch das damit einhergehende Versprechen nach einem sich einstellenden Wohlbefinden wird niemals eingelöst. Besser werden kennt kein Ziel, kennt kein Ende. Irgendwo versteckt sich immer ein Falz, den man noch ausbügeln könnte. Und jeden Tag muss man die Zähne von neuem putzen.

 

Royal 1 verwehrt sich diesem Zeitgeist. Kapitalistische Denkschemata haben in unserer Freizeit nichts verloren! Um ein Zeichen gegen die zunehmende Neoliberalisierung des Alltags zu setzen, spielten Fabienne, Guido und ich in der Saison 14/15 allesamt unter unseren Möglichkeiten. Nun steigen wir erhobenen Hauptes ab in die 3. Liga. Das System hat die Rechnung ohne uns gemacht. Hasta la victoria siempre.